1961

Nachdem Schwimmmeister Siegfried Sackewitz bereits in 1960 zur Gründung einer DLRG Ortsgruppe in Goch aufgerufen hatte, konnte er am 13.10.1961 zur Gründungsversammlung in der Gaststätte „Zum weißen Pferd“ bereits rund 80 Mitglieder begrüßen.

1962

In den Sommermonaten wird das Freibad an der Niersstraße zur Ausbildung der DLRG-Schwimmer und Schwimmerinnen genutzt. Im Winter fahren die Aktiven nach Kleve, um im dortigen Hallenbad ihre Schwimmfähigkeiten auszubauen.

1963

Der von der Stadt Goch beschlossene Umbau des Freibades zu einem größeren und moderneren Bad bedeutet für die DLRG eine einjährige Badesperre im Freibad.

1964

Am 16. Mai 1964 eröffnet die neue Freibadanlage an der Niersstraße. Die Ortsgruppe begleitet dieses Ereignis mit der Durchführung eines Rettungsvergleichswettkampfes zwischen der DLRG Kleve, Kranenburg und Goch sowie der Bundeswehr.

In 1964 wurden schon 208 Wachstunden am Freibad geleistet und bereits 217 Mitglieder (73 Erwachsene und 144 Jugendliche) gehörten der OG an. In diesem Jahr wird geplant, Rettungswachmannschaften für die Badeseen der Umgebung sowie für das Lehrschwimmbecken in Uedem zusammenzustellen.

1965

Erste Verleihung des Verdienstzeichens in Bronze in der Ortsgruppe Goch durch den Landesverband der DLRG für Siegfried Sackewitz.

Schwimmvergleichswettkampf zwischen der DLRG und den Schülern der Gaesdonk.

06.06.1965: Drei Gocher Rettungsschwimmer (R. Donath, E. Donath sowie F. Janssen) beginnen mit dem Wachdienst am Wisseler See auf dem Betriebsgelände der Fa. Schulte & Bruns. Die mitgebrachte Ausrüstung lt. Materialliste: Zelt, zwei Packsäcke, 2 Schlafkabinen, Beutel mit Heringen, Klapptisch, Stühle, 4 Luftmatratzen, 2 Ferngläser, 2 Sanitätstaschen, Schlauchboot mit einem 2-PS-Außenbordmotor.

Am 19.07.1965 erhalten wir die offizielle Genehmigung auf dem Gelände der Fa. Schulte & Bruns unsere Wache aufzubauen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren unsere Wachmannschaften lediglich geduldet und mussten regelmäßig mit Kontrollen der Polizei und der Betriebsleitung rechnen. Hierbei wurde insbesondere auf die Reinhaltung des Platzes geachtet.

1966

Anschaffung eines 6-PS-Außenbordmotors im Wert von DM 1.495,-- für das Polyesterboot.

Gemeinsame Katastrophenschutzübung mit dem DRK sowie dem MHD.

Die Wachstärke in Wissel wird auf acht Rettungsschwimmer erhöht. Bereits jetzt gibt es vier Wachgruppen. Der Wachdienst dauert von Samstags 13.00 Uhr bis Sonntags ca. 19.00 Uhr. Die Materialien der OG werden im DLRG-Turm verstaut und jedes Wochenende erneut auf- und abgebaut.

Die Ortsgruppe Goch führt am 19.08.1966 den ersten sehr ernsten Einsatz durch, bei dem es im Gocher Baggerloch um die Bergung eines Ertrunkenen ging.

1967

Auszug aus dem Wachbuch vom 22.05.1967: „Motor auf Bock nicht befestigt, Boot unten voll Lehm beschmiert, Bootsführer verwarnen“.

Ab Beginn der Wachsaison lagert das DLRG—Material in einem ausgemusterten Trafohaus des RWE am großen Parkplatz. Das Material sowie das Boot werden jetzt über das Privatgelände zur Wachstation gebracht.

Im Städtischen Freibad wacht die DLRG an sonnigen Tagen über bis zu 1.400 Besucher.

1968

Der Bootssteg wird erneuert, das Ufer befestigt. Für den Proviant wird ein eigenes Zelt angeschafft. Bei schlechtem Wetter wird im Trafohaus geschlafen.

Auszug aus dem Wachbuch vom 14.06.1968: Der technische Leiter, F. Erdmann, erteilt dem Wachleiter eine Rüge, weil am Vorabend das Wachzelt ohne Aufsicht war.

1969

Am 20.07.1969 kentert ein Schlauchboot. Die Insassen, ein etwa neunjähriges Mädchen und zwei ca. 6- und 7-jährige Jungen können rechtzeitig geborgen werden.

Am 27.07.1969 kentert das OG-Rettungsboot bei einer Einsatzübung.

Auf der Grenzlandschau in Goch stellt sich die DLRG mit einem eigenen Informationsstand vor. Dieser zum großen Teil handgefertigte und daher sehr kostengünstige Informationsstand findet viel Anerkennung beim Publikum und auch innerhalb der DLRG.

Zum Dank für den ehrenamtlichen Einsatz der Wachgänger und Wachgängerinnen im Gocher Freibad und am Wisseler See führte die Ortsgruppe ein zünftiges Abschlussfest durch. Ausgeschenkt wurden übrigens ausschließlich alkoholfreie Getränke.

1970

Das Lehrschwimmbecken der Arnold-Janssen-Schule ist aufgrund von Reparaturarbeiten geschlossen. Den Schwimmern und Schwimmerinnen der Ortsgruppe dient damit lediglich das Freibad als Schwimmstätte.

Die Ortsgruppe veranstaltet einen Stadt-Rettungswettbewerb für Jedermann. Zu diesem Wettkampf konnten immerhin 55 Teilnehmer verzeichnet werden.

In Wissel und im Freibad Goch wurden 205 Wachstunden geleistet. Acht gekenterte
Segelboote wurden durch die DLRG unterstützt und drei weitere geborgen. Außerdem wurden drei erschöpfte Schwimmer an Land gebracht.

1971

Die Stadt Goch plant den Neubau eines Hallenbades.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Ortsgruppe wird im städtischen Freibad ein
Rettungswettkampf zwischen der DLRG Kleve und Goch sowie dem Stützpunkt Uedem und der Bundeswehr veranstaltet.

Die Feierlichkeiten zum 10jährigen Bestehen begeht die OG am 09.10.1971 im Hotel „zur alten Weberstadt“. Das zu den Feierlichkeiten ausgearbeitete Programm ist der auf der nächsten Seite aufgeführten offiziellen Einladung zu entnehmen.

Buchstäblich für ein warmes Essen für die Rettungsschwimmer sichert die Ortsgruppe mehrere Regatten der Seglergemeinschaft Wisseler See ab.

1972

Die Ortsgruppe veranstaltet ein Volksschwimmen, bei dem insgesamt 360 Schwimmer und Schwimmerinnen in das 23 Grad warme Wasser springen.

Die Außentemperatur lag übrigens damals bei gerade einmal 17 Grad.

Die Ortsgruppe kauft ein großes Wachzelt. Am
22.07.1972 wird aus 16 m tiefem Wasser ein Segelboot geborgen und dem Besitzer aus Kevelaer übergeben.

Am 08.12.1972 erfolgt der erste Spatenstich zum Bau eines neuen Hallenbades an der Weezer Straße.

1973

Erneut veranstaltet die OG ein Volksschwimmen. 150 Teilnehmer und Teilnehmerinnen gehen bei 18 Grad Außentemperatur in das 24 Grad warme Wasser.

Es werden am Wisseler See 720 Wachstunden geleistet, im Freibad zusätzlich 175 Wachstunden. Insgesamt 20 mal wird Erste-Hilfe bei leichten Badeverletzungen geleistet, ferner 16 Schlauch und Segelbootsbergungen durchgeführt.

1974

Das neue Hallenbad an der Houbert-Houben-Straße wird am 09.03.1974 in Goch eröffnet. Zur Verfügung stehen ein Schwimmer-, ein Springer- und ein Lehrschwimmbecken. Die Ausbildungsstunden für die Ortsgruppe sind jeden Montag von 18.00 bis 21.00 Uhr.

Die Ortsgruppe verdoppelt nahezu die Zahl der aktiven Rettungsschwimmer und – Rettungsschwimmerinnen sowie die Anzahl der durchgeführten Schwimmprüfungen.

Abermals veranstaltet die OG ein Volksschwimmen. Insgesamt 225 Personen nehmen hieran teil.

An einem Rettungswettbewerb der OG nehmen 331 Personen teil. Die OG beendet vorerst den Wachdienst an der Kiesbaggerei in Wissel.


1975

In Wissel wird kein Rettungswachdienst gemacht. Der Abbruch des Trafohauses nimmt uns die Möglichkeit, unsere Materialien (die gerade noch vor der Vernichtung gerettet werden können) unterzustellen.

1976

In Wissel wird der Wachdienst nach einer einjährigen Pause wieder aufgenommen. Aufgrund einer Kreisneugliederung tritt der gesamte Vorstand der DLRG OG Kleve zurück. Daher übernimmt die OG Goch am 27.06.1976 die Einsatzmittel der OG Kleve sowie den Turm der DLRG Kleve. Es werden insgesamt 1.209 Wachstunden geleistet. Am Ende der Wachsaison beteiligen sich auch Klever Kameraden am Wachdienst.

Erstmalig dürfen sich Mädchen am
Rettungswachdienst beteiligen. Zunächst werden diese abends nach Hause gefahren. Nach Übernahme des Klever-Turms dürfen diese auch über Nacht
bleiben. Die Jungen schlafen im Zelt, die Mädchen im Wohnwagen.

Der Gocher Stadtjugendring feiert sein 20jähriges Bestehen mit einem Jugendsportfest. Viele Gocher Vereine führen zu diesem Anlass ein Jugendsportfest durch. Die DLRG beteiligt sich hierbei am 09.05.1976 mit einer
offenen Stadtmeisterschaft sowie Filmvorführungen zum Thema „Retten“.

1977

Zum ersten Mal baut die Ortsgruppe ihre drei Wachzelte auf dem Gelände des Freibades Wissel (neben dem Kiosk) auf.

Die Klever Kameraden übernehmen den DLRG-Turm wieder in Eigenregie.

In der Hauptstelle der Verbandssparkasse Goch wird von allen in Goch ansässigen Katastrophenschutz-Organisationen in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für den Selbstschutz eine Katastrophenschutz-Ausstellung durchgeführt. Die Ausstellung dauert vom 06. bis zum 24. Juni 1977. Die DLRG stellt unter anderem Schautafeln, mehrsprachige Baderegeln und Knotenbeschreibungen aus.

1978

Mit 720 Mitgliedern ist die Ortsgruppe Goch erneut die Mitgliederstärkste DLRG-Vereinigung im gesamten Bezirk Kreis Kleve.

Für die Wachstation in Wissel wird ein Wohnwagen mit Vorzelt gekauft. Außerdem wird ein gebrauchtes Sport-Motorboot in Dienst gestellt. Die Wachstärke erhöht sich auf 10 Rettungsschwimmer/innen pro Wache. Der Hauptaufgabenbereich ist die Absicherung des Freibadbereiches in Zusammenarbeit mit den Schwimmmeistern. Insgesamt absolvieren die Wachgänger und Wachgängerinnen in diesem Jahr 1.638 Wachstunden. Dabei führten sie unter anderem auch sechs Bootsbergungen durch.

1979

Der technische Bereich der Ortsgruppe wird aufgeteilt in die Bereiche Einsatz und Ausbildung. Am Wisseler See leisten 50 aktive Wachgänger und
Wachgängerinnen insgesamt 1.600 Wachstunden.

Nur wenig Beteiligung gab es bei der Durchführung eines Volksschwimmens zu verzeichnen. Gerade 40
Schwimmer gingen hierfür ins Wasser. Deutlich besser war da schon die Beteiligung bei einem Sportspielwettbewerb.

Beim Spiel ohne Grenzen belegte die Ortsgruppe Goch den vierten und damit letzten Platz.

Immerhin schon 1.000 Soldaten aus der Reichswaldkaserne legten die Prüfung zum Rettungsschwimmer ab. 572 absolvierten die Prüfungen zum Rettungsschwimmabzeichen in Bronze.428 weitere Soldaten schafften sogar die Prüfungen für das silberne Rettungsschwimmabzeichen. Insgesamt 450 Soldaten legten das
Freischwimmerzeugnis ab, 441 weitere das Fahrtenschwimmabzeichen.

1980

Im Gocher Hallenbad werden die Einzelmeisterschaften im Rettungsvergleichsschwimmen des LV Nordrhein ausgetragen.

Der Leiter der Ortsgruppe Goch, Siegfried Sackewitz, erhält als erster Gocher das zu diesem Zeitpunkt höchste Verdienstzeichen der DLRG, das Verdienstzeichen in Gold.

Für den Rettungswachdienst in Wissel wird ein weiterer Wohnwagen angeschafft. Die Wachzelte haben dadurch ausgedient. Die Wachgänger und Wachgängerinnen leisten 1.613 Wachstunden und bergen dabei elf Boote. Außerdem wird bei sechs Personen Erste Hilfe geleistet.

1981

Erstmalig wird eine OG-Meisterschaft durchgeführt. Die Durchführung soll der Förderung und Sicherung der Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft aller Rettungsschwimmer dienen. Gleich mehrere Landesmeistertitel können dann bei den 7. Landesmeisterschaften in Remscheid
erschwommen werden.

Die Wachstation in Wissel wird mit zwei gebrauchten DLRG-Handfunkgeräten ausgerüstet. Nun kann das im Einsatz befindliche Rettungsboot erreicht werden.

Insgesamt leisten die Wachgänger und Wachgängerinnen 2.416 Wachstunden und führen dabei 154 Bergungen durch. Fünfmal muss Erste-Hilfe geleistet werden. Erstmals wird eine Mannschaft der Ortsgruppe Landesmeister (Mannschaft Klasse A/weiblich).
Mit klarem Vorsprung können die Gocherinnen die Konkurrenz auf die Plätze verweisen.

1982

Die Rettungswachstation in Wissel wird weiter modernisiert und neben dem Schwimmmeisterraum errichtet. Ein Wohnwagen bekommt ein neues Vorzelt, ein Beistellzelt kommt hinzu. Die Wachmannschaft wird auf 12 Personen aufgerüstet.

1983

Durch eine großzügige Spende der Verbandssparkasse Goch in Höhe von DM 12.000,00 kann am 11.03.1983 ein neues Rettungsboot inklusive 40-PSAußenbordmotor und diverser Rettungsausstattung angeschafft werden.

Einwöchige Absicherung der „Deutschen Meisterschaften der Vaurien“ auf dem Wisseler See. Hierfür opfern einige Wachgänger sogar ihren Jahresurlaub.

1984

Die Volksbanken Goch und Kalkar spenden einen Oxygenkoffer, mit dem die Behandlung akuter Notfälle erleichtert werden soll.

Im Wachdienst werden 2.131 Wachstunden und 43 Surfbrettbergungen geleistet.

1985

Erstmals fährt die OG den Nikolaus mit dem DLRG-Boot über die Niers.

Während des Wachdienstes werden 2.047 Wachstunden geleistet. Dabei kommt es zu 48 Surfbrett- sowie sechs Schlaubootbergungen. Insgesamt werden 13 ermüdete Schwimmer aufgenommen und sicher an Land gebracht.

1986

Die OG kauft erstmals ein Einsatzfahrzeug, einen Opel Kadett-Kombi, um die diversen Rettungsgeräte sowie die Mannschaften zum Wachdienst
transportieren zu können. Bisher wurde das Rettungsboot mit Privatfahrzeugen gezogen.

Die Ortsgruppe Goch führt erstmalig eine Einsatzübung
zusammen mit der Feuerwehr Goch durch.

Am 24. Oktober 1986 feiert die Ortsgruppe im Hotel Litjes, Pfalzdorfer Str., ihr 25jähriges Jubiläum.

Vier US-Amerikaner absolvieren die Prüfung zum Deutschen-Rettungsschwimmabzeichen in Bronze. Der Kurs wird komplett in Englischer Sprache durchgeführt.

1987

Das erste DLRG-Handsprechfunkgerät wird gekauft.

Die Rettungsschwimmer/innen leisten 2.242 Wachstunden. Insgesamt werden in diesem Jahr 78
Sachwerthilfen durchgeführt.

1988

Die Ortsgruppe beteiligt sich an der von der Stadt Goch ausgerichteten Selbstschutzwoche in Goch (10. – 18.06.1988). Schirmherr der Veranstaltung ist Herr Stadtdirektor Potthoff. Beteiligt an dieser Aktion sind im übrigen alle großen Selbstschutzorganisationen aus Goch.

Erstmals erhält die OG einen eigenen Schlüssel für die Torzufahrt zum Campingplatzgelände, um die Wachstation Wissel zu erreichen. Es werden insgesamt 2.300,5 achstunden geleistet. Während der 62 gefahrenen Bootsstunden werden 55 Sachwerthilfen vorgenommen.

1989

Eine „Skillmeter Resusci Anne“ wird in den Dienst gestellt, um die Herz-Lungen-Wiederbelebung noch besser üben zu können.

Das Rettungsboot „Goch I“ erhält ein neues, eingebautes Funkgerät. Zusätzlich erhält die OG ein Betriebsfunkgerät der Erholungsstätte Wissel, damit auch die Kommunikation mit den Schwimmmeistern reibungslos funktioniert.

Durch den Verkauf von 12.000 Glückskäfer-Lotterie-Losen können zwei moderne Handsprechfunkgeräte angeschafft werden.

Dadurch können die alten, weniger leistungsstarken Geräte ausgesondert werden. Gleich sechs Vize-Landesmeistertitel holen sich die Schwimmer und Schwimmerinnen der Ortsgruppe in den Einzel- und Mannschaftswettbewerben.