Katastrophenschutz - Rund um die Uhr in Bereitschaft

Die DLRG Ortsgruppe Goch e. V. wirkt neben ihren Basisaufgaben in der Bekämpfung des Ertrinkungstodes (z. B. mit dem Wasserrettungsdienst, der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung) seit vielen Jahren auch in der sogenannten örtlichen Gefahrenabwehr des Kreises Kleve (umgangssprachlich auch Katastrophenschutz genannt) mit.

Zur effektiven Erfüllung der hierbei anfallenden Aufgaben wurde unter Leitung des Bezirkes von mehreren Ortsgruppen eine kombinierte Wasserrettungsgruppe, bestehend aus drei Boots-, zwei Tauch- sowie einem Führungstrupp, gebildet. Die Mitglieder dieser Einheiten betreuen in Not geratene Mitbürger bei größeren Schadensereignissen. Ein soziales Verständnis und ehrenamtliches Engagement ist daher unabdingbar. Unsere Einheiten sind vom Kreis Kleve nach dem Gesetz über den Feuerschutz und Hilfeleistung (§ 18 FSHG) offiziell anerkannt. Bei Schadenslagen werden vom Kreis zunächst der Bootstrupp aus Goch sowie der Tauchtrupp aus Weeze alarmiert. Rund um die Uhr stehen unsere Helfer deshalb zur Verfügung, um gegebenenfalls auch Einsätze für die Kreisleitstelle in Zusammenarbeit mit Feuerwehr und den anderen Hilfsorganisationen zu bewältigen.

Unsere Katastrophenschutzhelfer werden in vielfältigen Aufgabenbereichen eingesetzt. Um als Kraftfahrer, Bootsführer, Bootsbesatzung, Sanitäter, Funker und vielem mehr eingesetzt zu werden, erhalten sie eine umfassende Schulung, damit sie im Ernstfall schnelle und gute Hilfe leisten können.

Regelmäßig werden für unsere Wasserrettungstrupps Einsatzübungen durchgeführt.

Zum einen soll damit die Einsatzbereitschaft unserer Helfer ständig auf einem hohen Niveau erhalten werden, zum anderen soll die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen erprobt werden, damit es im Ernstfall nicht zu Zeitverzögerungen kommt und die Arbeitsweise der anderen Verbände grundsätzlich bekannt ist.

Unsere Helfer müssen grundsätzlich eine breite Palette an möglichen Hilfeszenarien beherrschen und professionell abwickeln können. Hierzu gehören Schadenslagen wie Eisrettungen, Hochwasser und Abwendung von Deichbrüchen, Versorgung der Zivilbevölkerung bei hochwasserbedingter Abgeschnittenheit von der normalen Infrastruktur, PKW-Bergungen und Leichenbergungen, um nur einige der bisher vorgekommenen Szenarien zu nennen. Natürlich kam es in den vielen Jahren unserer Zugehörigkeit zur örtlichen Gefahrenabwehr zu einer Vielzahl von Übungen aber auch echten Einsätzen.

Auch im Katastrophenschutzzug des Landesverbandes Nordrhein ist unsere Ortsgruppe mit einem Führungstrupp sowie einem Bootstrupp in einen der sieben vom Landesverband aufgestellten Wasserrettungszügen  integriert. Insofern kommen wir auch immer wieder in anderen Regionen Deutschlands bei Großschadensereignissen zum Einsatz. Personell müssen übrigens alle Hilfspositionen mindestens dreifach besetzt sein.

Für das Oderhochwasser im Jahre 1997 wurden unsere Helfer erstmalig für einen überregionalen Einsatz in Alarmbereitschaft versetzt, mussten dann jedoch nicht mehr ausrücken. Im Jahre 2006 besetzten 2 Kameraden ein Führungsfahrzeug beim Elbehochwasser für eine Woche in Neu Garge (Niedersachsen). Zuletzt beim Hochwasser in Gronau/Westfalen kamen sie im August 2010 dann zur Deichsicherung zum Einsatz und sorgten so für die Sicherheit der Zivilbevölkerung, insbesondere eines nahegelegenen Krankenhauses.

Lehrgänge im Bereich Katasprohenschutz:

        Helfergrundausbildung
        BOS-Funkausbildung
        Taucher KatS
        Kraftfahrer KatS
        Bootsführer Kats

Jeden dritten Mittwoch eines Monats treffen sich die KatS-Kameraden zum Übungsabend am Kompetenzzentrum. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Ansprechpartner

Beauftragter Katastrophenschutz
Martin Küsters